Der ehemalige Sowjetstaat Georgien ist wunderbar am Fuße des Kaukasus gelegen. Das Land ist nicht sehr groß und dennoch ist die landschaftliche Vielfalt überwältigend. Das Hochgebirge des Kaukasus, die bewaldeten Flächen, die 40% der Staatsfläche ausmachen sowie die ausgiebigen Sandstrände am Schwarzen Meer sind tolle Ziele um die außergewöhnliche Natur zu entdecken. Doch was muss man in Georgien gesehen haben? Wir verraten Ihnen die schönsten Sehenswürdigkeiten und Landschaften in dem faszinierenden Land.

Tiflis – Die Hauptstadt Georgiens muss am sehen

Die georgische Hauptstadt Tiflis hat eine lange Geschichte und stand schon immer unter den Einflüssen von Europa, Russland und dem Orient, wodurch ein ganz eigener Kulturmix entstanden ist. Viele Religionen haben hier ihre Fußabdrücke hinterlassen und Gotteshäuser errichtet. Auch die Architektur der Stadt ist reich an Kontrasten und gut erhalten. Die Altstadt ist kopfsteingepflastert und noch nicht zu überlaufen von Touristen. Berühmt ist Tiflis für seine Schwefelbäder, in denen die Einheimischen Erholung suchen, die Zeit aber auch mit Freunden verbringen.

Swanetien als eisige Krone

Georgien besitzt einen großen Anteil vom Kaukasusgebirge, wobei die höchsten Gipfel mit 5.201 Meter in der Region Swanetien zu finden sind. Die Bergvölker der Swanen haben sich bis heute alte Traditionen beibehalten und sprechen eigene Sprachen, die die restliche Bevölkerung im Staat nicht verstehen kann. Ebenfalls in Swanetien befindet sich das Bergdorf Uschguli, welches seit 1996 zum UNESCO-Welterbe zählt. Im verschlafenen Dorf stehen alte Wehrtürme und religiöse Bauwerke, die teils aus dem 12. Jahrhundert stammen.

Heiliger Ort Berg Kasbek

Der Kasbek ist dritthöchster Gipfel in Georgien und höchster Berg im östlichen Kaukasus. Der Berg ist ein beliebtes Reiseziel zu allen Jahreszeiten. Auf dem erloschenen Vulkan sind die Hänge sehr flach und daher leicht zu besteigen. Oft liegt der Schnee bis tief in die Täler, sodass tolle Bergtouren mit Skiern gemacht werden können. Bei warmen Temperaturen ist eine Wanderung vom Tal hinauf zur Gergetier Dreifaltigkeitskirche zu empfehlen, die aus dem 14. Jahrhundert stammt und 2.170 Meter oberhalb des Dorfes liegt. Die Kirche ist durch ihre Lage von einem besonderen Zauber umgeben.

Wadsia – 50.000 Menschen in Höhlen

Im Süden Georgiens nahe der Stadt Achalkalaki befindet sich die Höhlenstadt Wadsia. Im 12. Jahrhundert entstand an einer Wand im Berg Eruscheti eine atemberaubende Welt. Der georgische König Giorig III. errichtete eine Stadt im Berg um sich gegen Türken und Perser zu schützen. Im System aus Wohnungen, Treppen und Tunneln war einst Platz für 50.000 Menschen. Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem großen Saal bildet den Höhepunkt der Höhlenstadt am Fluss Mtkwari.

Jahrhunderte christlicher Kultur

Der Staat Georgien hatte in seiner Geschichte viele religiöse Einflüsse und daher ist es verwunderlich, dass gerade hier als zweites Land überhaupt das Christentum als Staatsreligion ausgerufen wurde. Seit dem 4. Jahrhundert sind unzählige christliche Klöster und Kirchen entstanden. Ein Besuch kann schnell in einem Marathon münden, weshalb eine Vorauswahl getroffen werden sollte. Die Gergeti-Kirche auf dem Berg Kasbek, die Höhlenklöster von Davit Garedscha, die Klöster von Kintsvisi und Gelati sowie das Katskhi-Säulenkloster sollten auf jeden Fall zur Reise gehören.

Naturerlebnisse Chewsuretien und Tuschetien

Die Regionen Chewsuretien und Tuschetien befinden sich im Norden von Georgien und bestechen durch ihre unberührte Natur. In den Bergen des Kaukasus lassen sich bei ausgiebigen Wanderungen alte Bergdörfer, schroffe Täler oder naturbelassene Wälder entdecken. Kristallklare Bäche kreuzen den Weg und die Menschen der Regionen führen noch heute ein Leben aus vergangenen Zeiten. Alte Festungsdörfer erzählen Geschichten früherer Jahrhunderte.

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