Was muss man in Georgien gesehen haben? Wir verraten Ihnen die schönsten Sehenswürdigkeiten und Landschaften in dem faszinierenden Land. Der ehemalige Sowjetstaat ist wunderbar am Fuße des Kaukasus gelegen. Das Land ist nicht sehr groß und dennoch ist die landschaftliche Vielfalt überwältigend. Das Hochgebirge des Kaukasus, die bewaldeten Flächen, die 40% der Staatsfläche ausmachen sowie die ausgiebigen Sandstrände am Schwarzen Meer sind tolle Ziele um die außergewöhnliche Natur zu entdecken.
Welchen Sehenswürdigkeiten muss man in Georgien sehen?
Wer wissen möchte, welche Sehenswürdigkeiten man in Georgien gesehen haben muss, entdeckt im ganzen Land beeindruckende Orte voller Geschichte und landschaftlicher Schönheit. Die schönsten Touristenattraktionen des Landes stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
Tiflis – Die Hauptstadt Georgiens
Die georgische Hauptstadt Tiflis hat eine lange Geschichte und stand schon immer unter den Einflüssen von Europa, Russland und dem Orient, wodurch ein ganz eigener Kulturmix entstanden ist. Viele Religionen haben hier ihre Fußabdrücke hinterlassen und Gotteshäuser errichtet. Auch die Architektur der Stadt ist reich an Kontrasten und gut erhalten. Die Altstadt ist kopfsteingepflastert und noch nicht zu überlaufen von Touristen. Berühmt ist Tiflis für seine Schwefelbäder, in denen die Einheimischen Erholung suchen, die Zeit aber auch mit Freunden verbringen.
Narikala-Festung
Wer die georgische Hauptstadt Tiflis erkundet, kommt an der Festung Narikala nicht vorbei. Hoch auf dem Berg Mtazminda gelegen, gilt sie als Herz und Seele der Stadt. Sie wurde bereits im 4. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Zeit mehrfach erweitert. In ihrem Inneren befindet sich die Kirche des Heiligen Nikolaus mit wunderschönen Fresken. Von der Festung aus eröffnet sich ein herrlicher Blick über die Stadt und den Fluss Mtkwari. Die Festung ist bequem über eine Seilbahn erreichbar, die einen der schönsten Ausblicke auf Tiflis bietet und unweit der Statue „Mutter Georgiens” vorbeiführt.
Die alte Krönungsstadt Mzcheta
Nur 25 Kilometer nördlich von Tiflis liegt Mzcheta, die frühere Hauptstadt Georgiens, die bis heute das religiöse Zentrum des Landes ist. Die über 3.000 Jahre alte Stadt war einst ein wichtiger wirtschaftlicher Knotenpunkt an der Seidenstraße. Viele ihrer Sehenswürdigkeiten zählen heute zum UNESCO-Welterbe. Das Herzstück ist die Swetizchoweli-Kathedrale, in der angeblich ein Gewand Christi aufbewahrt wird. Ein Besuch des Dschwari-Klosters oberhalb der Stadt, von wo aus man einen fantastischen Blick über Mzcheta und den Fluss Aragwa hat, gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm. Wer Tiflis besucht, sollte sich diesen Tagesausflug nicht entgehen lassen.
Swanetien als eisige Krone
Georgien besitzt einen großen Anteil vom Kaukasusgebirge, wobei die höchsten Gipfel mit 5.201 Meter in der Region Swanetien zu finden sind. Die Bergvölker der Swanen haben sich bis heute alte Traditionen beibehalten und sprechen eigene Sprachen, die die restliche Bevölkerung im Staat nicht verstehen kann. Ebenfalls in Swanetien befindet sich das Bergdorf Uschguli, welches seit 1996 zum UNESCO-Welterbe zählt. Im verschlafenen Dorf stehen alte Wehrtürme und religiöse Bauwerke, die teils aus dem 12. Jahrhundert stammen.
Heiliger Berg Kasbek
Der Kasbek ist dritthöchster Gipfel in Georgien und höchster Berg im östlichen Kaukasus. Der Berg ist ein beliebtes Reiseziel zu allen Jahreszeiten. Auf dem erloschenen Vulkan sind die Hänge sehr flach und daher leicht zu besteigen. Oft liegt der Schnee bis tief in die Täler, sodass tolle Bergtouren mit Skiern gemacht werden können. Bei warmen Temperaturen ist eine Wanderung vom Tal hinauf zur Gergetier Dreifaltigkeitskirche zu empfehlen, die aus dem 14. Jahrhundert stammt und 2.170 Meter oberhalb des Dorfes liegt. Die Kirche ist durch ihre Lage von einem besonderen Zauber umgeben.
Kazbegi / Stepanzminda – das Bergdorf am Fuße des Kasbek
Nicht nur der Berg selbst, sondern auch der Ort an seinem Fuß, Kazbegi (offiziell heute Stepanzminda genannt), verdient einen eigenen Programmpunkt. Die Region nahe der russischen Grenze lädt zu Wanderungen auf den dritthöchsten Berg Georgiens ein. Der Kasbek ist Teil des Großen Kaukasus und erreicht eine Höhe von rund 5.000 Metern. Das Dorf selbst dient als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und bietet mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel eine der eindrücklichsten Kulissen ganz Georgiens.
Wadsia – 50.000 Menschen in Höhlen
Im Süden Georgiens nahe der Stadt Achalkalaki befindet sich die Höhlenstadt Wadsia. Im 12. Jahrhundert entstand an einer Wand im Berg Eruscheti eine atemberaubende Welt. Der georgische König Giorig III. errichtete eine Stadt im Berg um sich gegen Türken und Perser zu schützen. Im System aus Wohnungen, Treppen und Tunneln war einst Platz für 50.000 Menschen. Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem großen Saal bildet den Höhepunkt der Höhlenstadt am Fluss Mtkwari.
Christliche Klöster und Kirchen
Der Staat Georgien hatte in seiner Geschichte viele religiöse Einflüsse und daher ist es verwunderlich, dass gerade hier als zweites Land überhaupt das Christentum als Staatsreligion ausgerufen wurde. Seit dem 4. Jahrhundert sind unzählige christliche Klöster und Kirchen entstanden. Ein Besuch kann schnell in einem Marathon münden, weshalb eine Vorauswahl getroffen werden sollte. Die Gergeti-Kirche auf dem Berg Kasbek, die Höhlenklöster von Davit Garedscha, die Klöster von Kintsvisi und Gelati sowie das Katskhi-Säulenkloster sollten auf jeden Fall zur Reise gehören.
Naturerlebnisse Chewsuretien und Tuschetien
Die Regionen Chewsuretien und Tuschetien befinden sich im Norden von Georgien und bestechen durch ihre unberührte Natur. In den Bergen des Kaukasus lassen sich bei ausgiebigen Wanderungen alte Bergdörfer, schroffe Täler oder naturbelassene Wälder entdecken. Kristallklare Bäche kreuzen den Weg und die Menschen der Regionen führen noch heute ein Leben aus vergangenen Zeiten. Alte Festungsdörfer erzählen Geschichten früherer Jahrhunderte.
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Uplisziche – älteste Höhlenstadt
Neben den bekannteren Höhlenanlagen im Süden Georgiens lohnt sich auch ein Abstecher nach Uplisziche, der ältesten Höhlenstadt des Landes. Auch wenn bereits einige Höhlen eingestürzt sind, lässt sich mithilfe eines Guides gut nachvollziehen, wie die Menschen hier in vergangenen Jahrhunderten gelebt haben. Die Anlage ergänzt einen Besuch der Höhlenstädte im Süden Georgiens um ein weiteres geschichtsträchtiges Kapitel.
Vardzia – Höhlenstadt aus dem Goldenen Zeitalter
Eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Georgiens ist die gigantische Höhlenstadt Vardzia im Süden des Landes. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts während des Goldenen Zeitalters unter Tamar der Großen und Rustaveli errichtet und zählt bis heute zu den außergewöhnlichsten Bauwerken des Landes. Wer bereits die Höhlenstadt Wardsia besucht hat, sollte Vardzia nicht damit verwechseln – beide Anlagen sind eigenständige Höhepunkte einer Georgien-Reise.
Kachetien – die Wiege des Weinbaus
Im Osten Georgiens liegt die Region Kachetien, die als die Weinregion des Landes schlechthin gilt. Georgien gilt als eines der Ursprungsländer des Weinbaus – schon vor über 7.000 Jahren sollen an den Berghängen Rebsorten angebaut worden sein. Mitten im weiten Alasani-Tal erhebt sich ein steiler Bergrücken, auf dem der Klosterkomplex Nekressi völlig abgeschieden liegt – ein lohnender Kontrast aus Weinbautradition und geistlicher Geschichte.
Batumi und die Schwarzmeerküste
Neben Bergen, Klöstern und Höhlenstädten hat Georgien mit der Schwarzmeerküste rund um Batumi auch eine ganz andere Seite zu bieten. Die subtropische Hafenstadt mit ihrer modernen Skyline, den Sandstränden und der belebten Strandpromenade bildet einen spannenden Kontrapunkt zum traditionellen Kaukasien und eignet sich ideal, um eine Rundreise ausklingen zu lassen.
Georgische Küche und Weinkultur
Eine Reise durch Georgien ist immer auch eine kulinarische Entdeckungsreise. Georgischer Wein gilt als echter Genuss und lässt die jahrtausendealte Weinbautradition des Landes schmecken. Dazu gesellen sich Tschatscha, der bekannte georgische Tresterschnaps, sowie eine facettenreiche Küche mit Gerichten wie Chatschapuri und Chinkali. Wer sich auf Land und Leute einlassen möchte, sollte Essen und Wein unbedingt in die Reiseplanung mit einbeziehen.
Empfohlene Reisedauer: Wie viele Tage für Georgien einplanen?
Wie viel Zeit für eine Reise nach Georgien eingeplant werden sollte, hängt vom gewünschten Umfang der Reise ab. Hier sind unsere Tipps für die optimale Reisedauer:
- 5–7 Tage: Kompaktprogramm mit Tiflis, Mzcheta und einem Tagesausflug zum Kasbek – gut geeignet für einen ersten, aber dichten Überblick ohne viele Ruhetage
- 8–10 Tage: zusätzlich Zeit für eine der Höhlenstädte (Vardzia, Uplisziche oder Wadsia) sowie etwas mehr Puffer für die kurvigen Bergstraßen
- 10–14 Tage: ermöglicht eine ausführlichere Rundreise inklusive Swanetien mit Uschguli, da die Distanzen und Straßenverhältnisse in den Bergregionen mehr Zeit beanspruchen als auf der Landkarte vermutet
- 14–18 Tage: ideal für eine entspannte Rundreise mit zusätzlichem Abstecher nach Kachetien (Weinregion) sowie Zeit für Wanderungen in Chewsuretien oder Tuschetien
- 18–21 Tage: umfasst zusätzlich die Schwarzmeerküste rund um Batumi und lässt genügend Raum für Ruhetage, Genuss von Küche und Wein sowie spontane Zwischenstopps
Unsere Reiseexperten empfehlen als grobe Faustregel: Eine Woche für die Pflichthighlights und zwei bis drei Wochen für eine Reise, die auch die abgelegeneren Regionen des Landes einschließt.


Coole Eindrücke, danke für deine Infos.