Georgien liegt zwischen Russland und der Türkei in Vorderasien. Im Westen grenzt das Land an das Schwarze Meer, zudem ist es vom Kaukasus geprägt. Wegen der Landesgröße und der kontrastreichen Lage zwischen Bergen und Meer kennzeichnen gleich drei Klimazonen die Region. Daher kann es innerhalb einer Jahreszeit teils große Unterschiede zwischen den einzelnen Gebieten Georgiens geben. Doch wann ist die beste Reisezeit für Georgien? Wir verraten Ihnen, zu welcher Jahreszeit Sie am besten nach Georgien reisen sollten.

Georgien Reisezeit: Klimatische Bedingungen

Entlang der Küste zum Schwarzen Meer sowie im angrenzenden Flachland, der Kolchis-Ebene, herrscht ein mediterranes bis subtropisches Klima. Dies ist von milden Wintern und warmen Sommern geprägt. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Georgien beträgt 15°C. Wegen der Nähe zum Meer liegt die Temperatur im Winter bei durchschnittlich 4°C und im Sommer bei durchschnittlich 23°C. Im Sommer entsteht teils eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der wenigste Niederschlag fällt im April und Mai, der meiste im September bis November. Je weiter entfernt von der Küste man sich aufhält, desto geringere Niederschlagsmengen erlebt man bei seinem Aufenthalt in Georgien. Entlang der Küste fallen im Durchschnitt 2000 bis 3000 Millimeter Regen pro Jahr. In der heißen und trockenen Kolchis-Ebene sind es jährlich nur 300 bis 800 Millimeter Niederschlag.

Die Bergregionen im Osten des Landes prägt ein alpines Gebirgsklima. Die Winter sind hier kalt und es schneit viel. Extreme Temperaturen von bis zu -40°C sind in dieser Gegend möglich. Mit zunehmender Höhe sinken auch die Temperaturen. Frühling, Sommer und Herbst sind daher ebenfalls kühler als im Rest des Landes. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 11°C bis 13°C. Auch die Niederschlagsmenge ist geringer als in den Küstenregionen des Westens: Jährlich fallen etwa 1800 Millimeter Niederschlag. Einige Bergspitzen werden das ganze Jahr über von Gletschern bedeckt.

Zwischen diesen beiden Klimazonen liegt ein Gebiet, in dem Kontinentalklima herrscht. Dies ist trocken und kühler als an der Küste. Im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur bei 24°C. Temperaturen bis 31°C tagsüber sind nicht ungewöhnlich. Im Winter herrschen durchschnittlich -2°C bis 0°C. Die Niederschlagsmenge ist sehr gering: Jährlich fallen in den zentralen Gebieten Georgiens 200 bis 600 Millimeter Niederschlag. Diese Bedingungen entstehen durch die besondere Lage: Die Bergketten des Kaukasus verhindern, dass kalte Luftwellen in das Landesinnere eindringen können, während gleichzeitig warme Luftmassen vom Schwarzen Meer kommen.

Wann ist die beste Reisezeit für Georgien?

Ein Urlaub in Georgien ist besonders in der Zeit von April bis Oktober zu empfehlen. Wer die Berge Georgiens zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Pferderücken erkunden möchte, sollte dies im späten Frühjahr, im Sommer oder zum Herbstanfang tun. Ab spätestens Anfang bis Mitte Oktober setzen in den höheren Lagen meist starke Schneefälle ein, so dass viele Bereiche in den Bergen nicht mehr uneingeschränkt zugänglich sind. Im Gegensatz dazu herrschen in den Sommermonaten mittlere Temperaturen, die eine Reise durch den Großen und Kleinen Kaukasus sehr angenehm machen. Zudem ist es dann sehr sonnig. Das Flachland sollte im Juli und August wegen der großen Hitze eher gemieden werden. Dafür sind hier Reisen von April bis Juni und September bis Oktober ein schönes Erlebnis. Wer einen Badeurlaub am Schwarzen Meer plant, kann sich wiederrum im Sommer ideal am Strand aufhalten. Hier ist nur die vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit zu beachten, die nicht jeder als angenehm empfindet. Ein Besuch der Küstenregion lohnt sich daher auch im milderen Frühling oder Herbst.

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