Wie ist die aktuelle Lage bei biss Aktivreisen?
Wie sind wir bisher durch die Krise gekommen?
Was machen wir überhaupt die ganze Zeit?
Wie geht es bei uns weiter?

Lange haben wir nichts von uns hören lassen. Die Lage war auch durchaus unklar, so dass es schwierig war, etwas zu schreiben. Hier nun ein aktueller Bericht zu unserer Lage, wie es uns bisher ergangen ist und wie es weitergeht:

Wie ist die aktuelle Lage bei biss Aktivreisen?

Die Corona-Krise betrifft die ganze Welt – doch nicht jeden gleichermaßen. Auch wenn wir als selbstständige Unternehmer in der Reisebranche innerhalb Deutschlands zu den mit am stärksten von der Pandemie Betroffenen gehören, so haben wir es im Vergleich zu unseren Kollegen in vielen anderen Ländern doch relativ gut. Auch wenn wir dieses Jahr coronabedingt fast gar keine Reisen durchführen konnten, können wir dank staatlicher Hilfen, unserer Rücklagen und rigoroser Sparmaßnahmen überleben. Da wir uns nur noch einen Minimalbetrag auszahlen, könnten wir selbst dann das gesamte nächste Jahr als Unternehmen überleben, wenn nächstes Jahr wider Erwarten keine Reisen stattfinden würden und es keine staatliche Unterstützung mehr geben sollte. Das macht uns zuversichtlich und gibt uns Kraft für unsere Aufgaben.
Uns geht es damit besser als vielen Kollegen im Ausland aber auch manchen im Inland.

Gesundheitlich geht es uns allen gut! Psychisch war das sicher keine einfache Zeit, aber die Zuversicht, sie zu überstehen gibt uns Kraft.
Und es gibt kleinere Nebentätigkeiten. Tilo schreibt an einem Reiseführer über Russisch-Karelien und Sascha unterrichtet gelegentlich angehende Tourismuskaufleute.

Was machen wir derzeit?

Nun – in der ersten Phase der Krise waren wir vor allem damit beschäftigt, mit abgesagten Reisen umzugehen, eure Fragen und Rückfragen zu Reisen zu beantworten, Gelder an Reisende zu erstatten, Flüge zu stornieren und das gezahlte Geld von den Fluggesellschaften zurückzufordern. Die zähen Verhandlungen mit den Fluggesellschaften haben sich bis heute hingezogen. Fast alle Fluggesellschaften haben sich monatelang gesträubt, das uns bzw. euch zustehende Geld stornierter Flüge tatsächlich zu zahlen. Aber die Beharrlichkeit trägt Früchte, so haben wir vor zwei Wochen einen größeren Betrag von Aeroflot erhalten und an unsere Reisenden ausschütten können, die über uns Flüge gebucht hatten.

Einige Fluglinien haben nun endlich Geld erstattet

Da viele unserer Reisenden nicht einfach stornieren wollten, sondern die Reise nächstes Jahr durchführen möchten, haben wir dieses Jahr bereits sehr frühzeitig alle unseren Reisen für nächstes Jahr geplant. Wir haben die Zeit genutzt, um ein paar neue Reisen zu entwickeln und ins Programm aufzunehmen. So z. B. eine Sommerreise und eine Winterreise nach Russisch-Karelien.
Die Beantragung der Überbrückungshilfen hat auch einige Zeit in Anspruch genommen.

Da in der Corona-Zeit viele Umschüler im Tourismus keine Betriebe gefunden haben, um ihr Pflichtpraktikum zu absolvieren, haben wir uns entschlossen, in die Bresche zu springen. Wir hatten teilweise bis zu 4 PraktikantInnen gleichzeitig, die jedoch überwiegend im Homeoffice gearbeitet haben. Einmal die Woche gibt es ein Zusammentreffen, bei dem jede/r von seinen/ihren Aktivitäten berichtete und seine Ideen beziehungsweise Planung für die nächste Woche präsentierte. Einige wurden auch per Videokonferenz zugeschaltet.
Mit diesem Modell haben wir Aufgaben, für die im Normalbetrieb oft wenig Zeit zur Verfügung steht, aus den Bereichen Marketing, Reiseentwicklung und Unternehmensorganisation gemeinsam vorangetrieben.

Unser Betriebsausflug in den Spreewald

Ein Highlight war die gemeinsame Reise Anfang Oktober nach Brandenburg in den Spreewald. An der dreitägigen Aktivreise mit Radtour und Wanderungen haben sechs Leute teilgenommen. Neben uns dreien von der „Stammbelegschaft“ waren auch drei Praktikanten mit dabei. Für sie war es der krönende Abschluss ihres Praktikums bei uns. Ausgearbeitet und organisiert hatte die Tour einer der Praktikanten.
Derzeit sind wieder zwei Praktikanten bei uns.

Wie geht es bei uns weiter?

Auch wenn in aller Welt von Corona-Impfstoffen geredet wird, gehen die Infektionszahlen weltweit und in Deutschland leider noch nicht runter. Der zweite echte Lockdown steht nun unmittelbar bevor. Die Einreise in unsere Reiseländer ist derzeit nicht möglich, aber es gibt wenigstens etwas Licht am Ende des Tunnels.
Die Impfkampagnen werden wohl wie geplant Anfang des Jahres starten. Dann besteht berechtigte Hoffnung, dass es im Sommer oder vielleicht sogar schon zu Ostern wieder möglich sein wird, zu reisen. Keiner kann dies mit absoluter Gewissheit versprechen und alle haben sich immer wieder vertan mit ihren Prognosen, aber jetzt machen wir uns tatsächlich Hoffnung, dass zumindest in der zweiten Jahreshälfte ein mehr oder weniger normales Reisen wieder möglich sein wird.
Aus Gesprächen mit KundInnen und Freunden wissen wir, dass viele „mit den Hufen scharren“ und endlich wieder reisen wollen. Sobald dies möglich sein wird, ist laut Experten mit einer verstärkten Nachfrage zu rechnen.
Wenn ihr euren Reiseplatz für nächstes Jahr sichern wollt, dann könnt ihr auch jetzt schon buchen. Falls die Reise nicht stattfinden sollte, erhaltet ihr selbstverständlich euer Geld zurück (dies haben wir auch schon Anfang dieses Jahres so gehandhabt).

Wir wünschen euch allen Gesundheit, eine trotz der widrigem Umstände schöne Weihnachtszeit und spannende Reisen im nächsten Jahr.

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