Ulanbaatar (auch Ulan-Bator oder Ulan Bator geschrieben) ist an sich schon eine Sehenswürdigkeit. „Der rote Held“, wie die Stadt übersetzt heißt, verbindet traditionelle mit modernen Lebensformen. Die Hauptstadt der Mongolei liegt am Fluss Tuul am Rande des Bogd-Kahn-Uul-Nationalparks. Erst im 18. Jahrhundert siedelten sich in diesem Tal buddhistische Nomaden an und bildeten das Zentrum der Region. Im 20. Jahrhundert gab dann die Sowjetunion der Stadt ihr sozialistisches Gepräge. Heute ist Ulan Baatar eine rasch wachsende Metropole mit Wolkenkratzern, Restaurants und Einkaufsstraßen. Vielen nutzen die Stadt mit ihren rund 1,3 Millionen Einwohnern als Durchgangsstation und Ausgangsbasis für Ausflüge in die Steppe oder in die Wüste Gobi. Ulan-Bator hält aber auch reizvolle Sehenswürdigkeiten für den Gast bereit. Wir stellen Dir die besten Sehenswürdigkeiten in Ulanbaatar vor.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Ulanbaatar?

Du kannst die Stadt auf unseren Mongolei-Reisen kennenlernen. Ein geradezu magischer Anziehungspunkt ist das Kloster Gandantegschinlen, kurz Gandan genannt. Es ist das größte noch von Mönchen bewohnte Kloster der Welt. Eine friedvolle Stimmung empfängt den Besucher in den Mauern des 1838 gegründeten Klosters.

Ein beliebtes Stadtviertel von Ulan Bator, der 3. und 4. Bezirk, genannt Gurav Döröv Dügeer Khoroolol), schließt sich nordwestlich des Klosters an. Hier finden sich preiswerte Restaurants, die mongolische Sauna Gobi sowie viele Bekleidungsgeschäfte. Sehenswert ist aber vor allem der Bezirk Zaisan im Süden der Stadt. Von hier aus gelangt man in den bewaldeten Bereich des Bogd Khan Uul. 300 Treppenstufen führen in dieser bevorzugten Wohngegend von Ulan Baatar auf einen Aussichtsberg mit einem sowjetischen Denkmal für die Gefallenen des 2. Weltkrieges. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt und die umgebenden Berge. Am Fuße des Berges lädt außerdem ein kleiner Park mit einer großen Buddha-Statue zum Verweilen ein.

Ulan-Bator: Sehenswürdigkeiten im Zentrum

Das Zentrum von Ulan-Bator ist der Süchtbaatar Platz, auch als Sukhbaatar Square bezeichnet. Hier befindet sich das Reiterdenkmal des mongolischen Generals und Nationahlhelden Süchbaatar. Aus dem ehemaligen Mausoleum des Freiheitskämpfers wurde das Parlamentsgebäude, in dessen Mitte sich ein monumentales Denkmal für Dschingis-Kahn befindet. Fast alle wichtigen politischen und kulturellen Gebäude liegen rund um den Süchbaatar Platz. Im Sommer treffen sich hier viele Mongolen. Während des Naadam Festivals am 11. Juli werden auf dem Platz Konzerte veranstaltet. Die Hauptverkehrsader der Stadt, gesäumt von vielen guten Restaurants und Cafés, ist die Peace Avenue.

Nairamdal, Khandgait und Tereldsch Nationalpark

Mit öffentlichen Bussen oder einem Taxi gelangt man in ein bis zwei Stunden zu Ausflugszielen außerhalb der Stadt. Ein Geheimtipp ist Nairamdal mit seiner Ruhe und frischen Bergluft. Khandgait liegt etwa 35 Kilometer entfernt von Ulanbaatar. Hier erlebt man noch die unberührte Mongolei mit kleinen Dörfern, Pinien- und Lärchenwäldern sowie die Möglichkeit zum Wandern und Bergsteigen. Der Weg dorthin wird gesäumt von traditionellen hölzernen Datschas, die bereits zu Sowjetzeiten entstanden.

Sehr beliebt ist der 2.932 ha große Gorchi-Tereldsch-Nationalpark im Norden von Ulan Bator. Die bergige Region besteht aus bewaldeter Steppe mit über 250 verschiedenen Vogelarten, seltenen Pflanzen, Elchen und Bären. Bizarre Steinformationen laden hier zum Klettern ein, zum Beispiel die 24 m hohe Steinschildkröte Melchi Chad. Im Park gibt es Jurten zum Übernachten.

(Bild von かねのり 三浦 auf Pixabay)

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