Die Mongolei dehnt sich zwischen dem 52. und 42. Breitengrad aus. Damit liegt der zentralasiatische Staat geografisch in denselben Breiten wie Mitteleuropa – etwa auf der Höhe von Köln im Norden bis Rom im Süden. Kann der Reisende deswegen auch ein mit Europa vergleichbares Klima erwarten? Die Antwort ist ein klares Nein.

Mongolei: Wie ist das Klima?

Ein Grund für das gänzlich andere Klima in der Mongolei ist die Entfernung von den Meeren. Selbst vom äußersten Ostzipfel der Mongolei bis zum Japanischen Meer sind es über tausend Kilometer. Die westliche Mongolei liegt dreitausend Kilometer von der ausgleichenden Wirkung des Wassers entfernt. Weiterhin ist zu bedenken, dass die mittlere Höhe des Landes bei 1.600 Metern liegt. Zum Vergleich: In Deutschland sind es weniger als dreihundert Meter. Die Mongolei ist deshalb geprägt durch ein typisches Festlandklima.

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Die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht kann in der Mongolei bis zu 30 °C betragen. Das gilt vor allem für die durchschnittlich 260 Tage im Jahr mit wolkenlosem Himmel, die dem Binnenstaat auch den Namen „Land des blauen Himmels“ beschert haben. Wolken – und damit auch Regen – gibt es eigentlich nur im Sommer. Die Jahreszeiten sind übrigens dieselben wie in Europa, da die Mongolei auf der Nordhalbkugel der Erde liegt.

Mongolei Wetter: Wüste kann auch kalt sein

Wie ist eigentlich das Wetter in der Mongolei? Die mittleren Temperaturen, die man in vielen Klimadiagrammen findet, sind für die Mongolei relativ wenig aussagekräftig. Auf einer Fläche von mehr als 1,6 Millionen Quadratkilometern mit Bergketten, deren Gipfel über viertausend Meter hoch aufragen, gibt es sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen. Angenehme Reisemonate sind vor allem Juni und September.

Die Hauptstadt Ulan Bator ist nicht nur zur Hauptsaison im Sommer, wenn das Naadam Festival die Touristen lockt, sondern ganzjährig einen Besuch wert. Die trockene Kälte stört die meisten Besucher nicht. Wer es wärmer mag, sollte in den Übergangs-Jahreszeiten den Süden des Landes besuchen. Recht windig ist es auch hier, wie in der gesamten Mongolei. Juni und September sind zum Beispiel in Dalanzadgad und dem nahen Nationalpark Nationalpark Gobi Gurwan Saichan angenehme und ruhige Monate. In Ulan Bator kann man in dieser Zeit mit durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen über +20 °C rechnen. Im September sinken die Nachttemperaturen aber bereits in den einstelligen Bereich. Der September ist dennoch eine gute Reisezeit, weil sich das Land durch die Niederschläge im Juli und August sehr grün präsentiert. Straßen, die während der Regenzeit oft nur schwer passierbar sind, stehen wieder zur Verfügung, und es gibt weniger Mücken. Vor allem für einen Besuch der Wüste Gobi ist der Spätsommer oder Herbst geeignet, denn im Sommer wird hier häufig die Marke von +45 °C geknackt. Wer aber bei Wüste an Dauerhitze denkt, liegt falsch. Im Winter sind 40 °C keine Seltenheit, Schnee hält sich bis in den April, und im Juni findet sich durchaus noch Eis auf manchen Seen.

Bei Fragen zu Wetter und Klima in der Mongolei stehen wir Dir gerne zur Verfügung!

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