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Die Vulkane Kamtschatkas

Wildnis-Trekking am anderen Ende der Welt

Am anderen Ende der Welt, eine halbe Erdumdrehung und elf Zeitzonen von Europa entfernt, am Ostrand des asiatischen Kontinents liegt eines der faszinierendsten Wildnisgebiete der Welt: Kamtschatka. Gewaltige Vulkane wie die 4.750 m hohe Kljutschewskaja Sopka, der höchste aktive Vulkan der Nordhalbkugel, bestimmen das Landschaftsbild der zu Russland gehörenden Pazifik-Halbinsel. Auf Kamtschatka gibt es eine einmalige Fülle verschiedener Landschaftstypen und Ökosysteme: Steinbirkenwälder, Hochstaudenwiesen, Moore, Gebirgstundren, schwarze Aschestrände, Kraterseen, heiße Quellen… Auf unseren – etwas anspruchsvollen – Wanderungen werden wir die vielen Facetten der wilden Natur Kamtschatkas erleben.

Diese Reisen leiten Andreas von Heßberg, promovierter Geoökologe, Autor des ersten deutschsprachigen Kamtschatka-Reiseführers bzw. der Geograph Oliver Schmidt. Beide verbrachten viele Jahre auf ausgedehnten Reisen und Expeditionen in der ganzen Welt.


 

CHARAKTERISTIK:

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REISEVERLAUF:

1. – 2. Tag:
Flug Deutschland-Moskau. Übernachtung im Hotel. Am Vormittag des 2. Tages kurzer Stadtrundgang durch das Moskauer Zentrum. Transfer zum Flughafen. Abflug nach Kamtschatka am Nachmittag.

3. Tag:
Ankunft in Kamtschatka am Mittag (Ortszeit). Transfer zum Hotel in Petropawlowsk-Kamtschatskij. Mittagessen und kleiner Stadtrundgang. Erholung nach dem langen Flug. Übernachtung im Hotel.

4. Tag:
Fahrt mit einem Allrad-Unimog mit Personenkabine ins Kamtschatka-Tal. Mittagsessen mit leckeren hausgemachten Piroschki. Am Abend Zeltübernachtung an den heißen Badequellen von Malki oder am Fluss. Kleine Wanderung in den Birkenwäldern der Umgebung. (ca. 3 Std. Fahrzeit/ 1 Std. Gehzeit)

5. Tag:
Fahrt in den Bystrinskij-Bezirk zur Siedlung Esso. Aufbau der Zelte am Flussufer. Erholung im örtlichen Geothermal-Schwimmbad (ca. 7 Std. Fahrzeit).

6. Tag:
Am Morgen Wanderung durch den hübschen Ort Esso, Besuch des Volkskunde-Museums (indigene Volksgruppen der Itelmenen, Ewenen und Korjaken), Besuch des Info-Centers der Parkverwaltung und einer Werkstatt für Schnitzkunst, dessen Besitzer auch interessante Geschichten über die Bären und die Menschen auf Kamtschatka erzählt. Geplant ist auch eine Tanzveranstaltung der einheimischen Itelmenen und Korjaken. Übernachtung in den Zelten am Flussufer. (ca. 5 Std. Gehzeit)

7.-10.Tag:
Wanderung mit Packpferden im Bystrinskij-Naturpark. Wir wollen in den nächsten vier Tagen durch Wälder und in der Gebirgstundra wandern. Abendessen am Lagerfeuer und Übernachtung in Zelten (ca. 7 bis 8 Std. Gehzeit täglich). 10.Tag: Abends wieder in Esso und Übernachtung in einer Privatpension. Erholung im Geothermal-Schwimmbad.

11. Tag:
Fahrt weiter in den Norden Kamtschatkas. Übersetzen mit der Fähre über den Fluss Kamtschatka und Fahrt zum Vulkan-Massiv Ostrij und Ploskij Tolbatschik (Fahrzeit ca. 5 Std.). Die hiesige Mondlandschaft ist die Folge des großen Tolbatschik-Ausbruchs im Jahre 1975. Mosaikartig verteilt zwischen Lava- und Ascheflächen, oberhalb der Baumgrenze auf ca. 1.000 m Höhe gibt es eine blütenreiche Gebirgstundra, in der wir die nächsten Tage verbringen werden. Zeltübernachtungen (4 Nächte).

12. Tag:
Aufstieg (kein Klettern!) zum Kraterrand des Vulkanes Ploskij Tolbatschik (bei ca. 2.950 m ü. NN). Nach der Überwindung einer kleinen Felstreppe (mit gegenseitiger Hilfe kommt da jeder hoch) gelangt man noch zum Gipfelplateau des Kraters auf 3.060 m Höhe. Der atemberaubende Panoramablick über die gesamte Vulkan-Gruppe entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Der Nachbarvulkan ist immerhin die ca. 4.750 m hohe Kljutschewskaja Sopka, der höchste aktive Vulkan der Nordhalbkugel. Blick auch auf den momentan aktiven Vulkan Bezymjannyi. Zurück zum Lagerplatz, Abendessen am Lagerfeuer und Übernachtung in Zelten. (ca. 9 bis 10 Std. Gehzeit)

13. Tag:
Ruhe- und Entspannungstag. Fahrt (45 Minuten) und anschließende Wanderung (1 Std. Gehzeit) im Lava- und Aschefeld des Tolbatschik-Ausbruchs von 1975 und durch den „Toten Wald“. Selbst der Besuch einer Lava-Höhle ist mit dabei. Mittagspause am Lagerfeuer. Wer vom Vortag nicht wandermüde ist kann mit zu einer Wanderung quer über das riesige Aschefeld und zu den Vulkankegeln zurück zum Zeltlager kommen. Wer keine Lust hat, fährt mit dem Unimog zurück. Bei der Wanderung kann man mehrere erstarrte Lavaströme der unterschiedlichsten Formen und Farben sowie die Einebnung der Region durch den Ascheregen sehen. Wir werden die verschiedenen Stufen der Vegetationsregeneration nach der massiven Störung durch den Vulkanausbruch sehen. (ca. 5 Std. Gehzeit)

14. Tag:
Ruhetag und Reservetag am Tolbatschik – um den Programmablauf nicht völlig den Wetterlaunen opfern zu müssen und um sich etwas auszuruhen. Wanderung in der blütenreichen Gebirgstundra. Bei Lust und Laune können wir auch den Reservetag mit nach Süd-Kamtschatka nehmen und damit das weitere Programm um einen Tag vorziehen.

15. Tag:
Rückfahrt nach Süden. Übersetzen mit der Fähre und Fahrt nach Malki. Erholung in den warmen und heißen Thermalbadebecken von Malki. Abendessen am Lagerfeuer und Übernachtung in Zelten. (ca. 7 Std. Fahrzeit)

16. Tag:
Fahrt nach Jelisowo (Lebensmittel-Einkauf) und weiter nach Südkamtschatka zum Vulkan Wiljutschinskij (ca. 6 Std. Fahrzeit). Einrichtung des Zeltlagers. Nachmittägliche Wanderung über die blütenreiche alpine Gebirgstundra, die sich hier floristisch von der am Tolbatschik deutlich unterscheidet. Abendessen am Lagerfeuer und Übernachtung in Zelten. (ca. 1 Std. Gehzeit)

17.Tag:
Fahrt zum Vulkan Mutnowskij (ca. 1 Std.) und Aufstieg (kein Klettern!) in den Vulkankrater des Mutnowskij (1.600 m, der Gipfel liegt bei 2.300 m). Der Krater des Vulkans ist eine der eindruckvollsten vulkanischen Erscheinungen Kamtschatkas. Die steilen Kraterwände umschließen einen großen Gletscher, dazwischen brodelt es an allen Ecken. Dampfschwaden überziehen die Landschaft, schwefelgelbe Fumarolen und kochende Schlammtöpfe überall. Mittagessen im Vulkankrater. Der Auf- und Abstieg dauert ca. 5 bis 9 Stunden (je nachdem, wie nah wir mit unserem Fahrzeug an den Berg heran kommen). Abendessen am Lagerfeuer und Übernachtung in Zelten. (ca. 2 Std. Fahrzeit, ca. 9 Std. Gehzeit)

18. Tag:
Fahrt zum Fuß des benachbarten Vulkans Gorelij (ca. 30 min.) und Aufstieg (kein Klettern!) auf den Gorelij (1.800 m hoch). Man wandert über erkaltete Lava-Ströme und Aschefelder. Der Aufstieg ist kurz (ca. 2,5 bis 3 Std.) aber recht steil. Oben gibt es einen beeindruckenden Blick auf einen türkisblauen z.T. eisbedeckten Kratersee und auf einen gelbgrünen kochenden Schwefelsäuresee. Mittagessen auf dem Vulkan. Abendessen am Lagerfeuer und Übernachtung in Zelten. (ca. 1 Std. Fahrzeit, ca. 5 Std. Gehzeit)

19. Tag:
Ruhe- und Reservetag. Möglich wäre eine kleine Wanderungen in der Tundra oder am Fuß des Vulkans Wiljutschinskij zu einem Wasserfall. Entspannung in warmen Thermalquellen. Abendessen am Lagerfeuer und Übernachtung in Zelten. Sollten wir aus Nordkamtschatka den Reservetag mit nach Süden genommen haben (das Programm ist dann um einen Tag nach vorne geschoben worden), und der heutige Reservetag auch nicht benötigt worden sein, so können wir auch noch für die nächsten drei Tage zum Vulkan Awatschinskij fahren und diesen bei passendem Wetter erwandern. Übernachtung am Fuß des Vulkans im Basislager der Bergwacht (auf 1.050 m Höhe) und nachmittäglicher Spaziergang in der Asche-Landschaft. (ca. 4 Std. Fahrzeit, ca. 1 Std. Gehzeit)

20. Tag:
Wandertag am oder auf den Vulkan Awatschinskij. Bei passendem Wetter ist der Aufstieg zum Kraterrand (auf 2.741 m) ein ganz besonderes Erlebnis, weil vom noch aktiven Vulkan ein Blick hinab auf die Stadt Petropawlowsk, auf die Awatscha-Bucht und den Pazifik möglich ist. Der nordwestlich in etwa 8 km Distanz gelegene Vulkan Korjakskij (3.472 m) ist seit 2009 an seiner Nordflanke aktiv. Vom Awatschinskij aus hat man einen sehr guten Blick auf diesen mächtigen Vulkankegel.

21. Tag:
Am Morgen Fahrt zurück nach Petropawlowsk zum Hotel. Mittagessen und Stadtbummel. Bei passendem Wetter Bootstour in der Awatscha-Bucht zu den Inseln "Tri Brata" und "Babuschkin Kamenj". Auf den Felseninseln können die Nistplätze von vielen Meeresvögeln beobachtet werden. Unterwegs kann man eventuell Robben, Delphine und Orkas (Schwertwale) sehen. Dauer der Bootstour 3 Stunden. Aktivitäten in der Stadt (z.B. Besuch des Fischmarktes oder des vulkanologischen Instituts). Gemeinsames Abschieds-Abendessen in einem Lokal. Übernachtung im Hotel.

22. Tag:
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen, Rückflug nach Deutschland (mit Umsteigen in Moskau).

Wetterbedingt kann es zu Programmänderungen kommen, eventuell sind nicht alle Programmpunkte durchführbar, vor allem die Bergbesteigungen und die Bootstour.

Reiseleitung: Andreas von Heßberg, Oliver Schmidt


Druckversion/Download der Reisebeschreibung .PDF

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Termine & Preise

(ab 8 Personen)
03.07.-24.07.2010, 3.480,- €
24.07.-14.08.2010, 3.480,- €, nur noch wenige freie Plätze!
24.07.-14.08.2010, 3.480,- €, Zusatztermin in umgekehrter Programmfolge
14.08.-04.09.2010, 3.480,- €, nur noch wenige freie Plätze!

Kleingruppenaufschlag bei 6-7 Pers.: 150,- €

EZ-Zuschlag (nur Moskau und Petropawlowsk): 95,- €

klimarelevante Wirkung der Emissionen des Fluges: 5.700 kg CO2
freiwillige atmosfair-Spende für diese Reise: 132,- € (s. atmosfair)


Mindestteilnehmerzahl: 6
Anzahlung in % des Reisepreises: 10
Restzahlung fällig: 21 Tage vor Reisebeginn
Letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl: spätestens 21 Tage vor Reisebeginn

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LEISTUNGEN

nicht enthalten: Visum (75,- €), Leihzelt (50,- €)

Spezielle Fragen? Dann einfach eine e-mail schicken an: Stefanie Klinkhart

Veranstalter: biss-Reisen


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